Universeller Krebsimpfstoff beseitigt Tumore bei Mäusen

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Universeller Krebsimpfstoff beseitigt Tumore bei Mäusen

Healthcare worker in scrubs holds a pink breast cancer awareness ribbon symbolizing support.

Forscher der University of Florida haben einen experimentellen mRNA-Krebsimpfstoff entwickelt, der Tumore in Mausmodellen vollständig eliminiert hat. Dies stellt einen potenziellen Fortschritt in Richtung einer universellen Krebstherapie dar, die bei mehreren Krebsarten wirken könnte, ohne auf spezifische Tumormarker abzuzielen.

Der Impfstoff, der in einer am 22. August in Nature Biomedical Engineering veröffentlichten Studie beschrieben wird, beseitigte erfolgreich Tumore in Mausmodellen von Melanom, Knochenkrebs und Hirntumoren, indem er die gesamte Immunantwort des Körpers aktivierte, anstatt bestimmte Tumorproteine anzugreifen.

Neuartiger Ansatz für die Krebsimmuntherapie

Im Gegensatz zu traditionellen Krebsimpfstoffen, die auf spezifische Tumorantigene abzielen, wirkt der Impfstoff der University of Florida, indem er Typ-I-Interferon-Reaktionen stimuliert und das Immunsystem im Wesentlichen dazu bringt, zu reagieren, als würde es gegen eine Virusinfektion kämpfen.

„Diese Studie beschreibt eine völlig unerwartete und aufregende Beobachtung: dass selbst ein Impfstoff, der nicht spezifisch für einen bestimmten Tumor oder Virus ist – solange es sich um einen mRNA-Impfstoff handelt – tumor­spezifische Effekte hervorrufen kann“, sagte Dr. Elias Sayour, der leitende Autor der Studie und pädiatrischer Onkologe bei UF Health.

Der Impfstoff zeigte sowohl als Einzelbehandlung als auch in Kombination mit Immun-Checkpoint-Inhibitoren, einer gängigen Form der Krebsimmuntherapie, vielversprechende Ergebnisse. In einigen Mausmodellen verschwanden die Tumore nach der Behandlung vollständig.

Forschungsergebnisse und Implikationen

Das Forschungsteam unter der Leitung von Sayour und dem Co-Autor Dr. Duane Mitchell fand heraus, dass der Impfstoff ruhende T-Zellen aktivierte und die Expression des PD-L1-Proteins verstärkte, wodurch Krebszellen anfälliger für Angriffe des Immunsystems wurden.

„Was wir herausgefunden haben, ist, dass wir durch die Verwendung eines Impfstoffs, der nicht speziell darauf ausgelegt ist, Krebs zu bekämpfen, sondern eine starke immunologische Reaktion zu stimulieren, eine sehr starke Antikrebsreaktion auslösen konnten“, erklärte Mitchell.

Dieser Ansatz stellt das dar, was Forscher als ein „drittes, neu entstehendes Paradigma“ in der Entwicklung von Krebsimpfstoffen bezeichnen, das möglicherweise zu einem universellen „Impfstoff von der Stange“ gegen Krebs führen kann.

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