EU empfiehlt jedem Haushalt Notfallvorrat für drei Tage

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EU empfiehlt jedem Haushalt Notfallvorrat für drei Tage

Die EU will die Bevölkerung besser auf Krisen vorbereiten. Dazu sind Trainings für Schüler und ein Bereitschaftstag geplant. “Wir müssen auf alles vorbereitet sein.”

Die EU-Kommission hat eine Strategie vorgelegt, mit der sie ihre Mitgliedsstaaten besser auf Kriege und Krisen vorbereiten will. Zentrales Ziel sei es, die Bevölkerung aktiver in die Krisenvorsorge einzubinden, heißt es darin. Die Strategie beinhaltet 30 Maßnahmen: Bürgerinnen und Bürger sollen etwa dazu ermutigt werden, Notfallvorräte für mindestens 72 Stunden anzulegen. Es soll auch ein Krisentraining an Schulen geben. Außerdem schlägt die Kommission die Einführung eines jährlichen “EU-Tags der Bereitschaft” vor. Der Vorschlag muss noch von den Mitgliedsstaaten und dem Europäischen Parlament geprüft und beschlossen werden.

“Sicherheit besteht nicht nur aus Verteidigung. Unsere Gesellschaft muss weiter funktionieren, egal, was passiert”, sagte die zuständige EU-Kommissarin Hadja Lahbib dem Handelsblatt. “Dies ist unser neuer Way of Life: Wir müssen auf alles vorbereitet sein.”

Im Idealfall solle jeder Haushalt künftig eine Notfalltasche zur Hand haben, sagte Lahbib. Was genau auf die Liste gehört, soll demnach noch mit den nationalen Regierungen abgesprochen werden. Die Risiken und Bedürfnisse seien von Land zu Land unterschiedlich, sagte die EU-Kommissarin. Wesentlich sind demnach sechs Flaschen Wasser, ein Radio und Dosenlebensmittel oder Trockennahrung. Vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe gibt es dazu bereits einen Ratgeber.

Krisentraining an Schulen

Zudem sollen Schülerinnen und Schüler im Unterricht regelmäßig für den Ernstfall üben. Dabei geht es neben der Vorbereitung auf einen Krieg auch um Naturkatastrophen oder Hackerangriffe.

Die EU-Kommission plant auch die Einrichtung eines Krisenzentrums. Dieses soll bestehende Strukturen bündeln und die Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedsstaaten verbessern. Auch die Kooperation mit externen Partnern wie dem Verteidigungsbündnis Nato soll ausgebaut werden – etwa in den Bereichen Cybersicherheit, militärische Mobilität und Klimaschutz.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Zusammenarbeit mit Unternehmen. Eine öffentlich-private Taskforce soll Notfallprotokolle entwickeln, um die Versorgung mit wichtigen Gütern und Dienstleistungen in Krisenzeiten zu sichern.

Grundlage der Strategie ist ein Bericht des ehemaligen finnischen Präsidenten Sauli Niinistö. Er hatte im vergangenen Jahr betont, dass die EU ihre zivile und militärische Bereitschaft angesichts wachsender Bedrohungen deutlich verbessern müsse. Die Kommission unterstreicht, dass Krisenvorsorge nicht nur nationale Aufgabe sei – ein gemeinsames europäisches Vorgehen sei entscheidend.

Quelle: Zeit.Online

Redaktion

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