Existiert ein universelles Bewusstsein jenseits von Raum und Zeit?

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Bild: Gemini KI/Redaktion

Wenn das Gefühl der Wirklichkeit vorauseilt – und warum das Wesentliche für uns unsichtbar ist.
Die Wirklichkeit endet nicht dort, wo unsere Vorstellung aufhört, und so stoßen Forscher immer wieder an Grenzen. Was sie dort vorfinden, sind nicht unbedingt neue Antworten, vielmehr werfen sie weitere Fragen auf, unter anderem: Gibt es ein universelles Bewusstsein?


Am 14. April 1912 verunglückte die Titanic im Nordatlantik. Bereits 14 Jahre zuvor beschrieb ein Autor Unfallort, -zeit und -schäden mit verblüffender Ähnlichkeit. Und er ist nicht der einzige, der (scheinbar) in die Zukunft schauen konnte.
Foto: canva; Montage: Epoch Times

In Kürze:

  • Die Noetik erforscht Phänomene wie Intuition, Vorahnung und Universelles Bewusstsein. Diese sind kaum reproduzierbar, aber dennoch wissenschaftlich relevant.
  • Zahlreiche historische Persönlichkeiten beschrieben Visionen der Zukunft, einschließlich Abraham Lincoln, der drei Tage vor seiner Ermordung von (s)einem Sarg im Weißen Haus träumte.
  • Einige Experimente deuten auf messbare Effekte hin. Jedoch gibt es keine eindeutigen systematischen Erklärungen.
  • Die Quantenphysik legt nahe, dass Zeit kein linearer Fluss ist, und öffnet damit unerwartete Denkräume.
  • Vielleicht ist Bewusstsein mehr als nur neuronale Aktivität und die Wirklichkeit enthält eine größere Weite, als wir erfassen können.

Da ist er, dieser Gedanke an eine ehemalige Schulfreundin, mit der es jahrzehntelang keinen Kontakt gab. Kurz und unvermittelt, aus dem Nichts heraus. Und am folgenden Tag läuft sie einem in der Stadt buchstäblich direkt in die Arme. Zufall? Oder es ist jenes stille Wissen, das bisweilen quasi ein nicht greifbares und dennoch deutliches Signal sendet.

Dann, wenn wir plötzlich fühlen, dass es dem eigenen Kind in der Ferne oder dem Partner nicht gut geht. Und später stellt es sich als wahr heraus. Wir kennen das als sogenannte Vorahnung, Bauchgefühl oder Intuition.

Fast jeder erlebt solche Momente. Und doch fehlt uns hier die Brücke, um derartige Ereignisse miteinander zu verbinden. Denn zwischen dem Erlebten und dem wissenschaftlich Erklärbaren klafft ein großes Fragezeichen.

Eines, das Forscher seit Langem nur zu gern ausradieren und durch ein gut lesbares Ausrufezeichen ersetzen möchten. Doch wie nahe können sie diesem Ziel wirklich kommen?

Wenn Geschichte den Träumern recht gibt

Was viele aus ihrem persönlichen Erleben kennen und manche womöglich an ihrem Verstand zweifeln lässt, findet sich auch im Leben jener wieder, die wir für ihre Rationalität oder ihren messerscharfen Intellekt verehren.

Mark Twain schilderte in seinen Memoiren einen Traum, in dem er seinen Bruder Henry aufgebahrt sah, in einem metallenen Sarg, mit einer einzelnen roten Rose auf der Brust.

Wenige Wochen später starb jener bei einer Schiffsexplosion und die Szene wiederholte sich tatsächlich wie zuvor geträumt. Auch Jeanne d’Arc soll Visionen gehabt haben, die ihr nicht nur den Ausgang von Schlachten, sondern zuletzt ihr eigenes Schicksal ankündigten.

Besonders bekannt ist der Fall Abraham Lincolns. Drei Tage vor seiner Ermordung vertraute er seinem Leibwächter Ward Hill Lamon einen ungewöhnlichen Traum an:

Er habe im Weißen Haus ein leises Schluchzen gehört, sei den Geräuschen gefolgt und schließlich in einen Raum getreten, in dem ein zugedeckter Leichnam aufgebahrt lag, bewacht von einem Soldaten.

Auf seine Frage, wer gestorben sei, habe der Soldat geantwortet: „Der Präsident. Er ist von einem Attentäter ermordet worden.“ Lincoln soll den Traum mit einer gewissen Melancholie in sich getragen haben, als ob er gewusst habe, dass es nicht einfach nur ein flüchtiger Gedanke war.

Noch merkwürdiger mutet der Fall des amerikanischen Schriftstellers Morgan Robertson an. Im Jahr 1898 veröffentlichte er einen Roman, der auf einem lebhaften Albtraum basierte:

Ein als unsinkbar geltender Ozeandampfer namens Titan kollidiert auf einer seiner ersten Atlantiküberquerungen mit einem Eisberg und geht unter. 14 Jahre später sank die Titanic, und die Ähnlichkeiten zwischen Robertsons Fiktion und der Wirklichkeit waren so frappierend, dass sie bis heute Diskussionen auslösen:

die Größe und der Aufbau des Schiffes, der Unglücksort und die Unglückszeit, die fehlenden Rettungsboote, der Sitz der Reederei und weitere.

Carl Gustav Jung, der Begründer der analytischen Psychologie, beschrieb seinerseits wiederholt Träume, die spätere Ereignisse mit verblüffender Präzision vorausgriffen. Er sah darin kein Mysterium, sondern einen Hinweis auf tiefere Strukturen der Wirklichkeit.

Ob Zufall, Intuition oder etwas, das sich unserer Kategorisierung entzieht: Pablo Picasso brachte es auf seine Weise auf den Punkt: „Alles, was du dir vorstellen kannst, ist real.“ Eine Botschaft, die nicht nur neugierig macht, sondern auch ermuntert.

Das Rätsel der Nicht-Reproduzierbarkeit

Die sogenannte Noetik, die Lehre vom Bewusstsein und seinen möglichen nicht-lokalen Eigenschaften, bewegt sich an der Grenze dessen, was Wissenschaft erklären kann. Ein zentraler Kritikpunkt bleibt dabei seit jeher derselbe:

Viele der Experimente, die auf sogenannte Psi-Phänomene hindeuten, lassen sich nicht zuverlässig reproduzieren.
Dieser Maßstab verdient eine genauere Betrachtung:

Wenn ein Athlet bei Olympischen Spielen einen neuen Weltrekord aufstellt, den kein anderer Sportler zu wiederholen vermag, spricht niemand von Fälschung oder Einbildung, sondern von einer Ausnahmeleistung.

Die Einzigartigkeit des Ergebnisses entwertet es nicht, sie betont es sogar. Ähnlich argumentieren Befürworter der Psi-Forschung. Ein Phänomen, das selten oder unter besonderen Bedingungen auftrete, mache es nicht weniger real. Es mache es stattdessen schwerer greifbar.

In der klassischen Wissenschaft gilt Wiederholbarkeit hingegen als Maßstab für Wahrheit. Eine Forschung, die unter gleichen Bedingungen nicht in einer messbaren Häufigkeit zu denselben Ergebnissen führt, verliert an Glaubwürdigkeit. Genau daran scheint es bei vielen Studien zum erweiterten Bewusstsein zu haken – zumindest auf den ersten Blick.

Einen Anhaltspunkt liefert hier ein Versuchsaufbau, der seit den 1970er-Jahren in Laboren weltweit erprobt wurde und bis heute mehr wissenschaftliche Debatten ausgelöst hat als fast jedes andere Verfahren der Bewusstseinsforschung:

das Ganzfeld-Experiment. Die zentrale Frage dabei lautet: Kann ein Mensch Informationen empfangen, ohne dass sie auf konventionellem Weg übermittelt werden?

Bewusstsein in der Stille: Wenn die Sinne entkoppelt sind

Das Prinzip des Ganzfeld-Experiments ist so simpel wie ungewöhnlich: Eine Testperson wird in eine Umgebung versetzt, die nahezu frei von äußeren Reizen ist – die Augen bedeckt mit halbierten Tischtennisbällen, auf die gleichmäßiges rotes Licht fällt, die Ohren beschallt mit sogenanntem weißen Rauschen, einem Klangteppich über alle hörbaren Frequenzen.

Zusammen erzeugen sie einen Zustand gleichmäßiger Reizarmut, der den Geist in eine Art waches Schweigen versetzt – empfänglich, aber nicht leer. Währenddessen konzentriert sich eine zweite Person, räumlich getrennt, intensiv auf ein bestimmtes Bild oder Motiv und versucht, dieses mental zu übertragen.

Anschließend beschreibt die Versuchsperson ihre Eindrücke. Einige Studien berichten von Trefferraten, die statistisch deutlich über dem Zufallsniveau liegen. Andere konnten diese Ergebnisse nicht bestätigen.

Aufschlussreich ist in diesem Zusammenhang die bislang umfassendste Auswertung: Der Statistiker Patrizio Tressoldi von der italienischen Università di Padova und der Psychologe Lance Storm von der University of Adelaide, Australien, werteten sämtliche verfügbare Ganzfeld-Studien der Jahre 1974 bis 2020 aus.

Ihre Meta-Analyse publizierten sie 2024 im Fachjournal F1000Research. Darin fanden sie einen kleinen, aber beständigen Effekt – statistisch messbar, über vier Jahrzehnte stabil und in mehreren unabhängigen Auswertungsverfahren bestätigt.

Bereits frühere Begutachtungen, darunter die viel zitierte Meta-Analyse von Bem und Honorton aus dem Jahr 1994, hatten die durchschnittliche Trefferquote auf etwa 32 Prozent beziffert – gegenüber den 25 Prozent, die der Zufall erwarten ließe.

Skeptiker wie der Psychologe Ray Hyman wiesen zeitig darauf hin, dass ein erheblicher Teil der Frühstudien methodische Schwächen aufweise, etwa unzureichende Randomisierung, mögliche sensorische Informationslecks und fehlende Dokumentation.

Tressoldi und Storm schließen fragwürdige Forschungspraktiken zwar aus, doch die Frage, ob der verbleibende Effekt ein echtes Phänomen widerspiegelt oder doch auf subtile, noch unerkannte systematische Fehler zurückgeht, bleibt offen. Und dennoch gibt es Befunde, die sich einer einfachen Erklärung hartnäckig entziehen.

Bewusster Blick in die Zukunft?

Besonders kontrovers wurde es, als der Sozialpsychologe Daryl Bem im Jahr 2011 seine Studie „Feeling the Future“ im Journal of Personality and Social Psychology der Cornell University veröffentlichte.

Darin beschreibt er neun Experimente mit mehr als 1.000 Teilnehmern, die auf den ersten Blick die klassische Vorstellung von Zeit fundamental infrage zu stellen scheinen.

In einem dieser Versuche sollten Probanden sich eine Liste zufällig ausgewählter Wörter einprägen. Erst am folgenden Tag erhielten sie eine Teilmenge dieser Begriffe erneut – wiederum zufällig herausgepickt, zum Nachlernen.

Das Ergebnis war überraschend: Sie erinnerten sich im ersten Durchgang signifikant häufiger an genau jene Wörter, die sie erst nach dem ursprünglichen Test ein zweites Mal sehen sollten.

Hat das spätere Ereignis, das Lernen am Folgetag, die Erinnerungsleistung bereits im Vorfeld beeinflusst? Die Idee dahinter ist eine vermutete Retrokausalität, geprägt durch den Physiker Helmut Schmidt. Er führte in den 1970er-Jahren Experimente zur sogenannten retroaktiven Psychokinese durch.

Damit wollte er den möglichen Einfluss zukünftiger Ereignisse auf vergangene nachweisen.

Konsistenz oder Wunschdenken?

Eine 2016 publizierte Meta-Analyse von Bem und Tressoldi, Thomas Rabeyron (Université de Nantes) und Michael Duggan (Nottingham Trent University) fasste 90 Replikationsexperimente aus 33 Laboratorien in 14 Ländern zusammen.

Das Ergebnis war ebenfalls statistisch signifikant, denn es schien dem reinen Zufall deutlich zu trotzen. Jedoch erbrachten auch hier Replikationen durch unabhängige Forscher, unter anderem dem Team um Richard Wiseman, keine konsistente Bestätigung.

Kritiker warfen Bem zudem vor, klassische statistische Methoden verwendet zu haben, die anfällig dafür seien, zufällige Ausreißer als bedeutsam zu interpretieren.

Der Statistiker Eric-Jan Wagenmakers wandte seinerseits das bayesianische Verfahren nach Thomas Bayes an. Dabei werden Wahrscheinlichkeiten laufend aktualisiert, sobald neue Informationen hinzukommen.

Sein Befund lautete: Die Effekte verloren dabei erheblich an Gewicht.

So bleiben die jeweiligen Studienergebnisse methodisch umstritten, auch wenn sie die Debatte um Retrokausalität nachhaltig belebten. Die klassische Physik fischt dabei in materiellen Gefilden: Hier kommt Ursache vor Wirkung – und das gilt in der öffentlichen Anerkennung als unverrückbar.

Die Quantenphysik bietet zwar im wahrsten Sinne des Wortes keinen festen Boden. Das jedoch macht sie nicht weniger zuverlässig, in ihrer Funktion als Beobachterbeschreibung.

Die Ergebnisse werden hier als Wahrscheinlichkeiten dargestellt, da Teilchen oder Wellen im Quantenfeld, nach der Unschärfetheorie von Werner Heisenberg, nicht gleichzeitig mehrere Zustände (ort- und zeitgebunden) einnehmen können.

Eine 2016 publizierte Meta-Analyse von Bem und Tressoldi, Thomas Rabeyron (Université de Nantes) und Michael Duggan (Nottingham Trent University) fasste 90 Replikationsexperimente aus 33 Laboratorien in 14 Ländern zusammen.

Das Ergebnis war ebenfalls statistisch signifikant, denn es schien dem reinen Zufall deutlich zu trotzen. Jedoch erbrachten auch hier Replikationen durch unabhängige Forscher, unter anderem dem Team um Richard Wiseman, keine konsistente Bestätigung.

Kritiker warfen Bem zudem vor, klassische statistische Methoden verwendet zu haben, die anfällig dafür seien, zufällige Ausreißer als bedeutsam zu interpretieren.

Der Statistiker Eric-Jan Wagenmakers wandte seinerseits das bayesianische Verfahren nach Thomas Bayes an. Dabei werden Wahrscheinlichkeiten laufend aktualisiert, sobald neue Informationen hinzukommen.

Sein Befund lautete: Die Effekte verloren dabei erheblich an Gewicht.

So bleiben die jeweiligen Studienergebnisse methodisch umstritten, auch wenn sie die Debatte um Retrokausalität nachhaltig belebten. Die klassische Physik fischt dabei in materiellen Gefilden: Hier kommt Ursache vor Wirkung – und das gilt in der öffentlichen Anerkennung als unverrückbar.

Die Quantenphysik bietet zwar im wahrsten Sinne des Wortes keinen festen Boden. Das jedoch macht sie nicht weniger zuverlässig, in ihrer Funktion als Beobachterbeschreibung.

Die Ergebnisse werden hier als Wahrscheinlichkeiten dargestellt, da Teilchen oder Wellen im Quantenfeld, nach der Unschärfetheorie von Werner Heisenberg, nicht gleichzeitig mehrere Zustände (ort- und zeitgebunden) einnehmen können.

Ein Meer aus Zeit: Wenn Quantenphysik die Grenzen verschiebt

Was Bem empirisch anstößt, findet in der Quantenphysik hingegen ein Echo, in einem Reich, in dem Zeit aufhört, das zu sein, was wir von ihr gewohnt sind – nicht stringente Linie, sondern Möglichkeitsraum.

Mit anderen Worten: In der Quantenwelt scheine Zeit nicht zwingend linear zu verlaufen. Ereignisse könnten miteinander verbunden sein, ohne dass klar ist, welches zuerst kam.

So legt der sogenannte Delayed-Choice-Quantenradierer, eine Weiterentwicklung des berühmten Doppelspaltexperiments, nahe, dass die Entscheidung, wie ein Teilchen gemessen wird, sein Verhalten in der Vergangenheit beeinflussen könnte.

Einige Forscher sehen darin eine mögliche Erklärung für die beobachteten Effekte in Bewusstseinsstudien. Und genau diese Verbindung ist es, die sie versucht haben, empirisch zu erfassen.

Das Princeton Engineering Anomalies Research Lab, kurz PEAR, gegründet 1979 von dem Physiker und Ingenieurwissenschaftler Robert G. Jahn an der Princeton University, untersuchte fast drei Jahrzehnte lang, ob menschliche Intention das Verhalten physikalischer Zufallsgeneratoren messbar beeinflussen kann.

Die Befunde waren marginal, aber – erneut – statistisch auffällig. Die Debatten, die sie auslösten, dauern bis heute an.

Wichtig bleibt allerdings der Hinweis: Die Quantenphysik beschreibt Phänomene auf subatomarer Ebene. Ob sich diese Effekte auf die Ebene neuronaler Prozesse oder gar subjektiver Erfahrung übertragen lassen, ist bislang unklar.

Die Brücke zwischen Quanten- und Bewusstseinsphänomenen ist eben nach wie vor eine theoretische – keine empirisch gesicherte. Dennoch haben sich vor diesem Hintergrund zwei Erklärungsansätze herausgebildet, die das Überdenken lohnen.

Bewusstsein ohne Limit: Fenster zu „neuen Wirklichkeiten“?

Der Erste wirkt sensationell: Zeit könne in gewisser Weise bidirektional wirken. Nicht im Sinne einer vollständigen Umkehr. Jedoch als System, in dem Informationen sowohl aus der Vergangenheit als auch aus der Zukunft zugänglich sind: ein Fluss, der in beide Richtungen fließt.

Der zweite Ansatz geht noch weiter. Er postuliert ein universelles Bewusstsein, ein Feld, das nicht an Raum und Zeit gebunden ist. In diesem Modell existieren Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft gleichzeitig und nebeneinander, wie Punkte auf einer Landkarte.

Das menschliche Bewusstsein nimmt jedoch nur einen schmalen Ausschnitt davon wahr und interpretiert ihn als linearen Zeitfluss.

Phänomene wie Intuition, Vorahnung oder scheinbar zufällige Eingebungen erscheinen demnach als Momente, in denen dieser Filter durchlässig werden könne. Jedoch: Wo die eine Deutung endet, offenbart sich bereits das nächste Rätsel.

Wissen wir mehr, als wir denken?

Unbestritten ist, dass die Quantenphysik das Potenzial hat, unsere Vorstellung von Realität fundamental zu revolutionieren. Begriffe wie Vorhersagbarkeit, Lokalität und Kausalität haben in diesem Bereich eine andere Bedeutung als in der klassischen Physik. Oder aber sie lösen bekanntes Wissen gar vollständig auf.

Aber wenn Bewusstsein tatsächlich mit Prozessen verknüpft ist, die sich unserer Logik entziehen, dann könnte es Eigenschaften besitzen, die weit über das hinausgehen, was unser materielles Weltbild zulässt. Phänomene, die sich bislang jeder Erklärung widersetzen, würden damit ebenfalls einen nicht-lokalen Raum erhalten.

Schon René Descartes fasste es in einem einzigen Satz zusammen: „Ich denke, also bin ich.“ Doch was, wenn das Denken alleine nicht den vollständigen Rahmen für das Bewusstsein bildet?

Was, wenn es viel mehr ist, als ein Produkt neuronaler Aktivität? Wenn das Fühlen und innere Gewissheiten dazu gehören, auf einer universellen Ebene, die tiefer reicht als Sprache und Verstand?

Die großen spirituellen Traditionen der Menschheit beantworteten diese Frage längst mit bemerkenswerter Übereinstimmung. Buddha lehrte: „Mit unseren Gedanken formen wir die Welt.“ Im Christentum heißt es: „Alles, worum ihr im Gebet bittet: glaubt nur, dass ihr es schon erhalten habt, dann wird es euch zuteil.“ Und im Hinduismus klingt es so: „Du hast die Macht Gottes.“

Handelt es sich also gar nicht um ein echtes Mysterium? Vielleicht sind die Grenzen innerhalb der Zeit einfach durchlässiger, als wir glauben und es bemerken. Womöglich reicht unser Bewusstsein damit viel weiter, als unser Verstand es begreifen (soll) und jede Art von Forschung es belegen kann. 

Möglicherweise können wir weit mehr, als wir ahnen – und haben schlicht vergessen, in welcher Art wir mit etwas verbunden sind, das größer ist, als wir uns vorzustellen wagen.

Quelle: Epoch Times

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