Innenstadt: Pläne für längere Beleuchtung, Tempo-20-Zone und Info-Stele
Die Innenstadt Bad Dürkheims. Von Wolkenkratzer - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=28896843
Fünf neue Mitglieder konnte Vorsitzende Christine Michler bei der Mitgliederversammlung des Dürkheimer Gewerbevereins begrüßen. Welche Neuigkeiten es sonst zu verkünden gab.
Der Osterglockenmarkt war in diesem Jahr aus Sicht der Gewerbeverein-Vorsitzenden besonders gut besucht. Auch erfreulich: Am 22. August ist Bad Dürkheim Ziel der dritten Etappe der Deutschlandtour der Radfahrer. Neben vielen Besuchern erhofft man sich bei den Fernsehübertragungen in die ganze Welt einladende Bilder von der Kurstadt.
Erster Beigeordneter Claudius Güther (CDU) mit den Fachbereichen Wirtschaft und Tourismus stellte bei der Mitgliederversammlung das im Bauausschuss beratene Konzept für eine Innenstadtentwicklung vor. Es sei „elementar wichtig“, sich um die Innenstadt zu kümmern, schickte Güther seiner Präsentation voraus.
In Bad Dürkheim lebe man in dieser Hinsicht noch „auf der Insel der Glückseligen“, meinte er. Dafür, dass das so bleibe, müsse man aber rechtzeitig etwas tun. Ziel sei eine die Frequenz steigernde Infrastruktur in der Innenstadt. Als zu beackernde Aufgabenfelder nannte er Marketing und Digitalisierung, Verkehrsführung und Parken, Sauberkeit und Sicherheit, Klimafolgen-Anpassung, Aufenthaltsqualität und Barrierefreiheit.
In die Kategorie Frequenz steigernde Infrastruktur fällt ein neues Beleuchtungskonzept für die Innenstadt über den Dürkheimer Advent hinaus und punktuell inszeniert, um die Besucher zum Einkaufen in der Innenstadt zu animieren. Zu diesem Zweck soll die Weihnachtsbeleuchtung von November bis Anfang Februar brennen.
Stadtplatz wird nicht autofrei
Güther erwähnte, dass die Stadt zudem „auf gutem Weg“ sei, innenstadtnah ein Drei-Sterne-Hotel verwirklicht zu bekommen, ein Ärztehaus für Haus- und Fachärzte solle berufsorientiert Weiterentwicklung bieten und den Ruf Dürkheims als „Gesundheitsstadt“ festigen.
Auf dem Stadtplatz sei eine digitale Info-Stele vorgesehen. Kein Mensch wolle den Stadtplatz autofrei machen, beruhigte der Beigeordnete. Vielmehr solle er zu einem Teil eines darüber hinaus gehenden verkehrsberuhigten Bereiches mit Tempo 20 werden.
Auch die Themen Sauberkeit und Sicherheit wurden angesprochen – mit Müllvermeidung und -entsorgung sowie Begrünung der Innenstadt, um die Aufenthaltsqualität zu erhöhen. Das alles soll „im Weg der Anpassung und mit Augenmaß“ passieren, denn nur gemeinsam könne man etwas erreichen, hob Güther hervor.
Bald auch Willkommensgruß für Touristen?
Der Fachbereichsleiter für Kultur und Tourismus, Marcus Brill, erläuterte einige der angesprochenen Dinge aus Sicht der Stadtverwaltung. Durch eine Online-Mitgliederbefragung soll geklärt werden, ob künftig neben den Dürkheimer Neubürgern auch Touristen einen Willkommensgruß von den Geschäftsleuten erhalten sollen und wie er gegebenenfalls aussehen soll – herkömmlich in Papierform mit Gutscheinen oder digital mittels eines QR-Codes. Das Ganze ist gedacht als Neuauflage der „Willkommbox“, deren Verteilung in der Corona-Zeit eingeschlafen war.
In diesem Jahr gebe es keine Weihnachtsbäume aus einer Hand für die Geschäfte in der Innenstadt, kündigte Christine Michler an. Wer trotzdem einen vor seinem Geschäft stehen haben will, muss also selbst dafür sorgen. Der Ehrenamtler, der das bisher für die Geschäftsleute managte, stehe nicht mehr zur Verfügung.
Quelle: Die Rheinpfalz

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